Im August und September finden wegen der Sommerferien keine Treffen statt.
Das Oktobertreffen ist ausnahmsweise am zweiten Mittwoch im Oktober, also am 8.10.2025 um 19 Uhr.
Im August und September finden wegen der Sommerferien keine Treffen statt.
Das Oktobertreffen ist ausnahmsweise am zweiten Mittwoch im Oktober, also am 8.10.2025 um 19 Uhr.
Kommt zu unserer -> Führung am Donnerstag, 9.10.2025, ab 17 Uhr.
Friedhöfe sind Orte der Ruhe. Hier finden Besucher die notwendige Stille zur Besinnung und für die Trauer um Verstorbene. Gleichzeitig bieten Friedhöfe bei entsprechender naturnaher Gestaltung wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. In Städten und Dörfern können die Freiflächen vor allem in Verbindung mit alten Baumbeständen und Gebäuden wichtige Rückzugsräume für viele Insekten, Käfer, Vögel, Eidechsen und Kleinsäger wie Igel sein. Damit leisten Friedhöfe einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Die Besonderheit von Friedhöfen ist ihre große Strukturvielfalt: Es finden sich halboffene Flächen, alter Baumbestand, Hecken und sandig-kiesige Flächen. Alte Grabmauern und historische Gebäude sind Ersatzbiotope für Felslandschaften. Dadurch gibt es viele ökologische Nischen und somit finden zahlreiche Pflanzen und Tiere das, was sie zum Leben brauchen.
Ganz bewusst werten wir die vorhandenen Lebensräume auf dem Alten Ebersberger Friedhof noch auf. Der Friedhofsgärtner lässt einige Wildpflanzen an mageren Flächen stehen, um Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung zu bieten. Darüber hinaus werden auf den Friedhöfen (und dem ganzen Stadtgebiet) keine Pestizide eingesetzt.
Update September 2025: Unsere Bemühungen finden überregional Anklang! Hier ein TV-Beitrag in der BR Abendschau: -> Abendschau – Der Süden: Alter Friedhof Ebersberg: Projekt für Insekten-Lebensraum – hier anschauen
Auf der Webseite: https://www.anl.bayern.de/fachinformationen/biodiversitaet/biodiv_friedhoefe.htm
oder hier: Ideen und Anregungen für eine wildbienenfreundliche Grabgestaltung

Grüne Fassaden sind nicht nur ein Hingucker, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung. Sie kühlen Gebäude im Sommer, bieten zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen und schaffen Lebensraum für zahlreiche Tiere. Doch welche Art der Begrünung passt zu welchem Haus, und welche Pflanzen eignen sich dafür?
1. Bodengebundene Fassadenbegrünung: Natur pur vom Boden aus
Bei der bodengebundenen Begrünung wachsen die Pflanzen direkt aus dem Boden vor der Hauswand – ganz ohne aufwendige Bewässerungssysteme. Hier gibt es zwei Haupttypen:
Selbstklimmer
Diese Pflanzen, wie der Efeu, klettern ganz ohne Rankhilfen. Ihre Kletterwurzeln oder Haftscheiben haften direkt an der Fassade, wodurch sie das Gebäude vollständig bedecken können. Ein intakter Fassadenputz ist hier jedoch wichtig, denn nur dann schützt die grüne Wand zusätzlich vor Hitze, Regen und Hagel.
Gerüstkletterpflanzen
Diese Pflanzen brauchen eine Rankhilfe, um in die Höhe zu wachsen. Ein Beispiel ist der Blauregen, der sich elegant um alles windet, was ihm Halt gibt. Allerdings sollte man hier vorsichtig sein, da die kräftigen Ranken sogar Regenrinnen beschädigen können. Weniger problematisch sind Rankpflanzen wie Weinreben, die sich mit kleinen Ranken festhalten. Spreizklimmer wie Kletterrosen und Feuerdorn wiederum nutzen ihre starren Triebe, um Halt zu finden, und benötigen ebenfalls eine Rankhilfe.
2. Indirekte Fassadenbegrünung: Flexibel und vielseitig
Diese Form der Begrünung eignet sich für nahezu jedes Haus. Die Pflanzen wachsen in unmittelbarer Nähe zur Fassade, ohne direkt an ihr zu haften. Hier einige Beispiele:
Spalierobst
Obstsorten wie Äpfel oder Birnen lassen sich wunderbar an Spalieren nahe der Hauswand kultivieren. Im Frühjahr bieten ihre Blüten Nahrung für Bienen und andere Insekten, während die Früchte im Herbst geerntet werden können. Die Wärme, die die Fassade abstrahlt, kommt den Pflanzen zugute.
Hängende Pflanzen
Pflanzen wie der Winterjasmin können von oben herabhängend die Fassade verschönern und so für ein grünes Gesamtbild sorgen.
Vor der Fassade gepflanzte Gehölze
Stauden und Bäume, die in Hausnähe gepflanzt werden, bieten nicht nur Schatten, sondern schützen das Gebäude auch vor direkter Sonneneinstrahlung. Dabei sollte man allerdings auf ausreichend Abstand zur Fassade achten, damit die Wurzeln keine Schäden verursachen.
Fazit: Kleine Projekte selbst angehen, Großes den Profis überlassen – aber mehr Grün ist immer ein Gewinn!
Ob Kletterrosen oder Clematis – kleinere Begrünungsprojekte, etwa auf dem Balkon, lassen sich problemlos ohne professionelle Hilfe umsetzen. Bei großflächigen Fassadenbegrünungen, beispielsweise mit Blauregen oder Wein, empfiehlt es sich jedoch, Fachleute zu Rate zu ziehen. Sie helfen bei der richtigen Pflanzenauswahl, dem Aufbau von Klettersystemen und geben wertvolle Pflegetipps. In Summe gewinn Ihr Haus an Charme und die Natur Lebensraum.

Heimische Wildkräuter sind als gesunde Delikatesse wieder entdeckt und vielseitig verwendbar: Als Salat, gegartes Gemüse, Pesto, Quark, im Smoothie, als Gewürz oder Tee. Gesunder Bonus: Essbare Wildkräuter sind unserem Kulturgemüse in Hinblick auf Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe meist deutlich überlegen.
Aber Vorsicht: Nicht jedes Wildkraut ist essbar! Sammeln Sie nur Kräuter, die Sie sicher kennen, um Verwechslungen mit Giftpflanzen zu vermeiden.
Wildkräuter können – in kleinen Mengen – auch in der freien Natur gesammelt werden. Sammeln Sie nur abseits befahrener Straßen, außerhalb von Naturschutzgebieten und intensiv bewirtschafteten Feldern und meidet Hunde-Gassi-Strecken. Vor dem Verwenden werden die Kräuter vorsichtig mit kaltem Wasser abgespült. Pflücken Sie nur immer so viel, wie auch verarbeitet werden.
Folgende Kräuter sind für einen Einstieg in das Thema gut geeignet:
Erleben Sie die Vielfalt und gesundheitlichen Vorteile der heimischen Wildkräuter!

Am Wochenende vom 4. und 5. Mai 2023 findet die Wildblumen-Tauschbörse der Agendagruppe Natur statt. In diesem Jahr wird auch wieder eine kleine Auswahl an Saatgut angeboten. Im Stadtgarten am Yssingeaux-Brunnen werden wieder mehrere Hundert Wildblumen-Pflänzchen zum Tausch angeboten. Jeweils von 10 bis ca. 12 Uhr stehen Agendagruppen-Mitglieder zum Gespräch bereit und beraten zu den Pflanzen und ihren Bedürfnissen.
Im Rahmen der Tauschbörse können insektenfreundliche Pflanzen dort hingebracht und kostenfrei mitgenommen werden, so sollen mehr heimische Wildpflanzen die Gärten und/oder Balkone in Ebersberg wachsen. Alle angebotenen Pflänzchen stammen aus Ebersberger Privatgärten und werden zum einfacheren Mitnehmen in Töpfchen umgesetzt.
Bücherei: Ausstellung und Saatgut-Bibliothek
Die Stadtbücherei stellt im Vorfeld der Wildblumen-Tauschbörse Bücher zu Gestaltung von naturnahen Gärten aus. Es ist eine Auswahl an Büchern vorhanden, in denen konkrete Hilfestellungen gegeben werden, um der heimischen Natur zu helfen und die Artenvielfalt zu fördern. In der neu eingerichtete Saatgut-Bibliothek können heimischen Samen kostenfrei mitgenommen werde. Geerntetes, heimisches Saatgut sollte dort dann auch wieder abgegeben werden.

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Das Ebersberger Parklet such ein neues Zuhause? Gleicher Platz oder habt Ihr andere Ideen? Dann lasst es uns gerne wissen: natur@agenda21-ebersberg.de.
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Ebersberg hat seit April ein Parklet und zwar am Ebersberger Marienplatz, vor dem Haus Nummer 13. Diese vorübergehende Umgestaltung eines Parkplatzes schafft Raum und Aufenthaltsfläche für Menschen und bringt etwas Natur in die Stadt.
Ein Parklet ist eine räumliche Erweiterung des Gehsteigs. Öffentlicher Raum, der bisher vorrangig für Autos genutzten wurde, schafft so Raum für Menschen und soziale Interaktionen – ohne Konsumzwang. Dieses provisorische Bauten bestehen meist aus Holz und bieten Sitzflächen, Platz für Pflanzen und bisweilen Fahrradabstellmöglichkeiten oder Spielfläche für Kinder. Das erste Parklet wurde 2010 in San Francisco errichtet. In Deutschland gab es das erste Parklet 2015 in Stuttgart. Aktuell gibt es Parklets u.a. Berlin, Flensburg, München, Rostock, Kiel, Leipzig, Rotenburg, Hamburg und Heidelberg
Sitzmöglichkeiten und eine Gestaltung mit Pflanzen schaffen hier eine kleine Oase , die zum Sitzen und Ratschen einlädt. Wir schaffen Platz für Menschen und Interaktion, wo normalerweise Maschinen stehen.
Wo sonst Autos parken, können Menschen nun im Grünen Pause machen, sich mit ihren Lieblingsmenschen treffen oder einfach draußen arbeiten.
Initiiert wird Parklet vom ADFC Kreisverband Ebersberg e.V., dem B.U.N.D. Kreisgruppe Ebersberg – Kindergruppe, der Agendagruppe Natur der Stadt Ebersberg. Umgesetzt wurde das Parklet von der Zimmerei Schuder zusammen mit dem Verschönerungsverein Ebersberg e.V. Die Bepflanzung wurde von der 1a Garten Weber bereitgestellt. Vielen Dank nochmal auf diese Weg für den großartige Unterstützung.
Das Parklet ist eine Einrichtung von Ebersbergern für Ebersberger. Bitte behandeln Sie es umsichtig. Damit sich hier alle gemeinsam wohl fühlen, bitten wir darum,
• das Parklet sauber zu halten,
• die Ruhezeiten zu beachten (13-15 Uh rund 20-7 Uhr) und
• die Anwohnende zu respektieren
Was meinen Sie zum Parklet? Gefällt es Ihnen? Haben Sie einen Schaden entdeckt oder wollt ein Problem melden? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Haben Sie Anregungen oder möchten etwas wissen? Kontaktieren Sie uns gerne unter: natur@agenda21-ebersberg.de.




Das Parklet wird überregional wahrgenommen. Hier ein paar Berichte:
Öffentlicher Raum ist ein wichtiges Gemeingut:
[1] http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2017_Ergebnisbericht.pdf Studie “Mobilität in Deutschland“ S. 76, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur
[2] https://muenchenunterwegs.de/content/1251/download/parklets-2021-bericht-2021-final.pdf S. 12, abgerufen am 16.05.22
[3] https://muenchenunterwegs.de/content/1251/download/parklets-2021-bericht-2021-final.pdf S. 13, abgerufen am 16.05.22
[4] https://adfc-sachsen.de/788-radfahrer-sind-die-besseren-kunden und https://www.manager-magazin.de/harvard/marketing/fussgaenger-sind-die-wahren-umsatzbringer-a-d5fc3be8-0002-0001-0000-000179057699 abgerufen jeweils am 16.05.2022
[5] https://www.ace.de/autoclub/ace-lenkrad/verkehr-und-umwelt/verkehr-und-umwelt-artikel/artikel/autofreie-innenstaedte-citys-neu-erfahren/ abgerufen am 16.05.22
Das sich ändernde Klima bringt neue Herausforderungen für Gartelnde mit sich. Hitze, Dürre und Starkregen belasten Pflanzen und Gartenbegeisterte gleichermaßen. Gärtnern in Zeiten des Klimawandels kann auch ganz einfach sein. Mit einigen gezielten Maßnahmen wird der Garten widerstandsfähiger. Hier sind unsere Tipps:
Ein Wichtiger Tipp: Gärtnern Sie mit torffreier Erde. Torf entsteht über tausende von Jahren in Mooren und bindet viel mehr Kohlendioxid als Wälder, solange die Moore erhalten bleiben. Der Abbau von 1 Meter Torf setzt die CO2-Emissionen von dessen ca. 1.000 Jahre lang dauernden Entstehung frei, sowie die besonders klimaschädlichen Gase Methan und Lachgas. Gleichzeitig werden beim Torfabbau Lebensräume von bereits selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten zerstört. Jährlich werden trotzdem immer noch ca. 3 Millionen Kubikmeter Torf in Gartenerde verkauft. Weitere Tipps zum torffreien Garten finden Sie in unserem Beitrag hier.
Alternativ erhalten Sie bei den Ebersberger Komposthöfen kostenlos Kompost und auch fertig angemischte Erde. Die Ebersberger Komposthöfe sind seit Anfang März 2024 wieder geöffnet. Die Kontaktdaten finden Sie hier auf den Seiten der Stadt Ebersberg.
Weitere Anregungen zum Gärtnern in Zeiten des Klimawandels gibt es beim Naturschutzbund e.V.

im Frühling schmücken Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen die Gräber. Leider werden diese oft anschließend entsorgt, obwohl es sich um mehrjährige Pflanzen handelt, die jedes Jahr wieder erblühen.
Auf den beiden Ebersberger Friedhöfen gibt es seit diesem Frühjahr „Blumenzwiebel-Retter“. Die Agendagruppe Natur hat an den zentralen Stellen Sammelkörbe aufgestellt, in die verblühte Frühblüher gegeben werden können.
Alle gesammelten Blumenzwiebeln werden von der Agendagruppe Natur im Laufe des Jahres auf städtischen Flächen eingepflanzt. So bieten sie Insekten eine wichtige Nahrungsquelle im zeitigen Frühjahr und erfreuen uns Ebersberger über viele Jahre.
Bitte helfen Sie mit: Entsorgen Sie verblühte Frühblüher nicht, sondern geben Sie sie in unsere Sammelkörbe.
Wir haben schon mehrere Frühblüher-Pflanzaktionen gemacht. -> Hier gibt es dazu weitere Infos.

Je vielfältiger der Garten gestaltet ist, desto mehr Arten fühlen sich dort wohl. Belohnt wird man in einem naturnahen Garten mit weniger Arbeit und bunten Gästen, die rasch zu Besuch kommen, wenn sie dort Nahrung, Verstecke und Nistplätze finden.
Fangen Sie klein an – jeder Quadratmeter zählt, egal, ob Steingarten, Topfgarten oder Balkon. Schon einige wenige Maßnahmen helfen, Artenvielfalt und Biodiversität zu fördern:
Sorgen Sie für möglichst viele unterschiedliche Strukturen im Garten oder auf dem Balkon:
Einige dieser Elemente können sicherlich in jedem Garten integriert werden und helfen so unmittelbar Insekten, Vögeln und auch Igeln bzw. Fröschen.
Darüber hinaus gilt: Wählen Sie möglichst vielfältige, heimische und standortgerechte Pflanzen – sind die wichtigste Nahrungsquelle für Vögel und Insekten. Außerdem brauchen sie in der Regel weniger Düngung, müssen weniger gegossen werden und sind hart im Nehmen gegenüber Schädlingen.
Am wichtigsten in einem naturnahen Garten: Verzichten Sie möglichst komplett auf Spritzmittel, Kunstdünger und Schneckenkorn.
Bei der Pflege gilt: weniger ist mehr! Lassen Sie das Gras mal etwas länger wachsen und mähen sie nur teilweise. Lassen Sie – wenn möglich – Platz für eine freiwachsende Hecke, lassen Sie Fugen und Flächen möglichst unversiegelt und schauen Sie, was sich dort ansiedeln wird.
Genießen Sie dafür die gewonnene Freizeit und beobachten Sie das Leben, dass ihn den Garten einziehen wird.
Weitere Anregungen gibt es auf unserem Padlet oder beim Naturgarten e.V. oder beispielsweise auch beim Naturschutzbund e.V.. Spezielle Tipps für Balkon findet Ihr hier oder bei Wildermeter.de.



Der Wandel in der Arbeitswelt macht auch vor der Stadtgesellschaft keinen Halt. Homeoffice wird das Leben auch in unserer Stadt verändern. Fragen wie: Gibt es dafür eine genügend ausgebaute Infrastruktur am Wohnort? Wie sieht es mit Kita-Angeboten im Umfeld aus? Wie klappt die ÖPNV-Anbindung? Was bietet mir der Einzelhandel für den täglichen Bedarf? werden uns beschäftigen. Untersuchungen zeigen, dass 30-40% der möglichen Beschäftigten systematisch auf Homeoffice ihren Alltag aufbauen. Der Fotograf Werner Bachmeier stellt das Thema mit seinem 3-jährigen Fotoprojekt zum Thema an diesem Abend vor.
Die Agendagruppe freut sich darauf, Sie am 10. April 2024 um 19 Uhr im Rathaus Ebersberg, Sitzungssaal, zu diesem kostenfreien Vortrag begrüßen zu dürfen.