Am Wochenende vom 9. und 10. Mai 2026 findet die Wildblumen-Tauschbörse der Agendagruppe Natur statt. Im Stadtgarten am Yssingeaux-Brunnen werden wieder mehrere Hundert Wildblumen-Pflänzchen und heimisches Saatgut zum Tausch angeboten. Jeweils von 10 bis ca. 12 Uhr stehen Agendagruppen-Mitglieder zum Gespräch bereit und beraten zu den Pflanzen und ihren Bedürfnissen.
Im Rahmen der Tauschbörse können insektenfreundliche Pflanzen dort hingebracht und kostenfrei mitgenommen werden, so sollen mehr heimische Wildpflanzen die Gärten und/oder Balkone in Ebersberg wachsen. Alle angebotenen Pflänzchen stammen aus Ebersberger Privatgärten und werden zum einfacheren Mitnehmen in Töpfchen umgesetzt.
Bücherei: Ausstellung und Saatgut-Bibliothek
Die Stadtbücherei stellt im Vorfeld der Wildblumen-Tauschbörse Bücher zu Gestaltung von naturnahen Gärten aus. Es ist eine Auswahl an Büchern vorhanden, in denen konkrete Hilfestellungen gegeben werden, um der heimischen Natur zu helfen und die Artenvielfalt zu fördern. In der Saatgut-Bibliothek können heimischen Samen kostenfrei mitgenommen werde. Geerntetes, heimisches Saatgut sollte dort dann auch wieder abgegeben werden.
Zusammen mit dem Landratsamt Ebersberg haben wir als Agendagruppe das Gartenpaket für Menschen mit Bauprojekten initiiert und erarbeitet. Ziel ist es, neue Gärten von Anfang an klimafest, nachhaltig und wertvoll für die Artenvielfalt zu gestalten.
Gerade bei Neubauten bietet sich die Chance, Außenflächen bewusst zu planen: weg von versiegelten Flächen und kurzlebigen Trends – hin zu lebendigen, naturnahen Gärten, die langfristig funktionieren und Freude bereiten.
Das Gartenpaket unterstützt dabei mit:
einfachen und praxisnahen Handlungsempfehlungen
konkreten Pflanzlisten für verschiedene Standorte
Tipps zur wassersparenden Gartengestaltung
Hinweisen zur Förderung von Insekten, Vögeln und anderen Tieren
So entstehen Gärten, die nicht nur schön aussehen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung leisten – etwa durch bessere Wasserspeicherung, Kühlung an heißen Tagen und mehr Biodiversität.
Ein besonderer Fokus liegt auf:
heimischen und klimaangepassten Pflanzen
reduzierter Pflegeaufwand bei gleichzeitig hohem ökologischem Nutzen
Wenn die Blätter von den Bäumen fallen und die Tage kürzer werden, bereiten viele Gartenfreunde ihren Garten auf den Winter vor. Wer naturnah gärtnert, hat jetzt weniger Arbeit als andere, den Garten winterfest zu machen. Und das Beste: Mit ein paar einfachen Handgriffen tut man nicht nur dem Garten, sondern auch vielen Tieren etwas Gutes.
Das Laub darf ruhig bleiben – allerdings an den richtigen Stellen: Vom Rasen gerecht, wandert es in die Beete oder unter Hecken. Hier dient es als schützende Decke und bietet Igeln, Insekten und Vögeln ein gemütliches Winterquartier. Wichtig ist nur, dass die Mulchschicht nicht dicker als fünf Zentimeter wird – sonst kann sie im Regen verklumpen. Ein extra aufgeschichteter, regengeschützter Laub- oder Reisighaufen darf dagegen ruhig etwas höher sein. Er ist ein wahres Paradies für Igel und Kröten. Wer mag, kann auch ein mit Stroh und Laub gefülltes Igelhäuschen aufstellen – ein schönes Projekt für Groß und Klein!
Stauden stehen lassen
In den Blumenbeeten dürfen die Staudenstängel und Samenstände über den Winter stehen bleiben. Sie sind nicht nur natürliche Futterquellen für Vögel, sondern auch sichere Unterschlupfe für Schmetterlinge und andere Insekten. Wer sie jetzt nicht abschneidet, sorgt also für Leben im Garten – selbst in der kalten Jahreszeit. Abgeschnitten würden die Puppen auf dem Kompost oft verfaulen – also lieber stehen lassen oder die Stängel locker gebündelt an einem geschützten Platz überwintern.
Auch das Auge darf sich freuen: Pflanzen wie Fette Henne, Gräser oder die markante Weberkarde verwandeln den winterlichen Garten mit Frost und Schnee in eine kleine Zauberlandschaft. Gleichzeitig schützt ihr verbliebenes Laub die Pflanzen selbst – Winterschutz und Gartenschmuck in einem! Nur empfindliche Gewächse und Tontöpfe brauchen bei starkem Frost eine Extraportion Schutz.
Frühblüher pflanzen
Der Herbst ist außerdem Pflanzzeit! Wer jetzt heimische Sträucher, Stauden oder Frühlingsblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse oder Wildtulpen setzt, sorgt für ein buntes Erwachen im nächsten Jahr. Besonders insektenfreundlich sind Arten wie Lerchensporn, Traubenhyazinthe oder Buschwindröschen – und sie gedeihen auch ohne viel Pflege.
Ein naturnaher Garten ist also nicht nur pflegeleicht, sondern auch ein lebendiger Rückzugsort für Tiere und Pflanzen. Und das Beste: Wer im Herbst ein wenig vorausschauend arbeitet, kann sich im Frühjahr über ein wahres Naturparadies freuen – bunt, lebendig und voller Summen, Zwitschern und Blühen.
Zeit nutzen für Planung
Vielleicht wird die Zeit genutzt, um Planungen anzugehen, wie Gärten besser auf die sich verändernden Klimabedingungen angepasst werden können. Anregungen gibt es hier. Ode wie er für unsere tierischen Begleiter aufgewertet werden können. Anregungen hier.
Natur trifft Kultur!! Kommt mit zur Führung am Alten Friedhof und lernt mehr darüber kennen, welche spannende Geschichte der Friedhof und einzelne Gräber haben.
Außerdem erfahrt Ihr, wie wertvoll ein Friedhof für die Artenvielfalt und Biodiversität ist und wie diese ökologische Nische noch weiter aufgewertet werden kann.
Als Bonus gibt es einfache Tipps, wie Gräber günstig und pflegeleicht gestaltet werden können und gleichzeitig der Natur etwas Gutes getan werden kann.
Am Donnerstag, 9. Oktober 2025 um 17 Uhr, Eingang Nord (Richtung Bahn-Unterführung)
Schottergärten – ein Irrweg mit Folgen. Was einst als pflegeleicht galt, entpuppt sich heute als ökologischer Irrtum: Schotterflächen speichern Hitze, lassen kein Regenwasser versickern und bieten keinerlei Lebensraum für Tiere. Insekten, Vögel und Kleintiere finden dort weder Nahrung noch Schutz – stattdessen entsteht eine sterile, überhitzte Umgebung. Und pflegeleicht? Fehlanzeige: Unkraut wächst auf und selbst durch Kies und Folie und macht regelmäßige Pflege notwendig. Ehemals weiße Kiesel veralgen und werden grün.
Die Alternative: Naturnahe Gärten mit Zukunft. Wer sich für heimische Pflanzen, blühende Stauden und Wildblumen entscheidet, schafft Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Igel – und trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Naturnahe Gärten verbessern das Mikroklima, fördern die Artenvielfalt und machen Städte lebenswerter. Überraschend: Sie benötigen oft weniger Pflege als gedacht. Mehrjährige heimische Stauden kommen mit wenig Wasser aus und entwickeln sich häufig Jahr für Jahr schöner.
Gut für die Umwelt – und für uns alle. Schon kleine Flächen mit Pflanzen können die sommerliche Hitze mildern und das Regenwasser besser aufnehmen und halten. Wenn es später verdampft, kühlt es die Umgebung wieder ab.
Der neue Trend heißt: Biotop statt Beton. Wer auf Natur setzt, investiert in die Lebensqualität von morgen – für sich selbst, für die Nachbarschaft und für kommende Generationen.
Weiterführende Infos: Schottergärten mit Folienunterlage gelten als versiegelter Boden und sind vielfach schon verboten. Als „Gärten des Grauens“ werden auf Facebook Negativbeispiele gesammelt. Der Naturgarten e.V. zeigt auf, wie es sinnvoll geht. Beispielsweise auf deren Blog.
Lebendiger Lebensraum oder Steinwüste – Ihr habt die Wahl!
Am Wochenende vom 10. und 11. Mai 2025 findet die Wildblumen-Tauschbörse der Agendagruppe Natur statt. In diesem Jahr wird auch wieder eine kleine Auswahl an Saatgut angeboten. Im Ebersberger Stadtgarten am Yssingeaux-Brunnen werden wieder mehrere Hundert heimische Wildblumen-Pflänzchen zum Tausch angeboten. Jeweils von 10 bis ca. 12 Uhr stehen Agendagruppen-Mitglieder zum Gespräch bereit und beraten zu den Pflanzen und ihren Bedürfnissen. Von Akelei bis Zypressen-Wolfsmilch werden wieder rund 60 verschiedene Sorten angeboten.
Im Rahmen der Tauschbörse können insektenfreundliche Pflanzen dort hingebracht und kostenfrei mitgenommen werden, so sollen mehr heimische Wildpflanzen die Gärten und/oder Balkone in Ebersberg wachsen. Alle angebotenen Pflänzchen stammen aus Ebersberger Privatgärten und werden zum einfacheren Mitnehmen in Töpfchen umgesetzt. Es können auch nur Pflänzchen gebracht werden oder, wenn keine zum Tauschen vorhanden sind, können auch nur welche mitgenommen werden.
Bücherei: Ausstellung und Saatgut-Bibliothek Die Stadtbücherei stellt im Vorfeld der Wildblumen-Tauschbörse Bücher zu Gestaltung von naturnahen Gärten aus. Es ist eine Auswahl an Büchern vorhanden, in denen konkrete Hilfestellungen gegeben werden, um der heimischen Natur zu helfen und die Artenvielfalt zu fördern. In der neu eingerichtete Saatgut-Bibliothek können heimischen Samen kostenfrei mitgenommen werde. Geerntetes, heimisches Saatgut sollte dort dann auch wieder abgegeben werden. Weitere Infos auf der Webseite der Bücherei hier: Stadtbücherei Ebersberg – Startseite
Immer mehr Mini-Wälder entstehen in Deutschland: Ein Tiny Forest ist ein kleines, dicht bepflanztes Waldstück, das auf einer Fläche von etwa der Größe eines Tennisplatzes angelegt wird.
Diese Mini-Wälder basieren auf der Miyawaki-Methode, die eine schnelle und dichte Aufforstung fördert, indem heimische Baumarten gepflanzt werden. Tiny Forests tragen zur Klimaanpassung bei, indem sie CO₂ binden, die Luftqualität verbessern und Hitzeinseln in Städten reduzieren.
Zudem fördern sie die Artenvielfalt, da sie Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere schaffen. Sie stärken das lokale Ökosystem, verbessern das Mikroklima und tragen zur Umweltbildung bei, indem sie Menschen in städtischen Gebieten die Natur näherbringen.
Das Konzept ist ein vielversprechenden Lösungsansatz um schnell kleine Wald-Ökosysteme zu etablieren. Für diese Methode kommen vor allem Flächen von geringem ökologischen Wert innerhalb von Städten in Betracht, die durch eine entsprechende Regeneration des Bodens und eine dichte Bepflanzung innerhalb kurzer Zeit in autarke Ökosysteme umgewandelt werden. Schon nach 2 Jahren sind die Pflanzen so wie ein ausgewachsener Mensch (siehe Bild).
Die Bilder zeigen: Auf der linken Seite einen Tiny Forest in Herfort nach der Pflanzung und zwei Jahre später. Auf der rechten Seite oben Berlin Spittelmarkt und unten Griesheim – jeweils ca. 2 Jahre nach der Pflanzung. Bildquelle: MIYA forest e.V.
In der dunklen und kargen Jahreszeit träumen Gartenliebhaber vom blühenden Garten oder Balkon. Jetzt ist die richtige Zeit, um neue Pläne zu schmieden. Welcher Teil im Garten soll umgestaltet werden und was soll damit erreicht werden? Wie wäre es mal damit, Tiere zu pflanzen? Geht nicht – geht doch! Viele Vögel und Insekten sind Generalisten und finden bei vielen Pflanzen Nahrung. Es gibt aber auch viele Spezialisten im Tierreich, die besondere Anforderungen stellen und sich über einen naturnahen Garten und besondere, heimische Arten freuen.
Zitronenfalter sind meist die ersten Schmetterlinge im Frühjahr, gut zu erkennen und gerne gesehen. Wer ihn im Garten sehen möchte, sollte nicht nur für reichlich ungefüllte Blüten sorgen, sondern kann mit einem Faulbaum und Ilex dafür sorgen. An Faulbaum und Kreuzdorn werden die Eier abgelegt, im Ilex und im liegen gebliebenen Laub überwintert der fertige Falter.
Der grün-metallisch schimmernde Rosenkäfer liebt Wildrosen. Dazu braucht er Totholz und Komposthaufen, in dem sich über Jahre seine Larven entwickeln. Von Wildrosen profitieren darüber hinaus über 100 weiter Insektenarten.
Schmetterlinge lieben Traubenkopf-Leimkraut und die schwarz-blaue Holzbienen Muskatellersalbei und Blauregen. Der Stieglitz Samenstände wie die Wilde Karde. Manche Spezialisten brauchen eine spezielle Pflanze, wie beispielsweise die Zaunrüben-Sandbiene die inzwischen seltene Zaunrübe.
Wenn man Pflanzen nach jeweils abhängigen Tierarten sortiert, gibt es bestimmte Superpflanzen: Die Stiel- und Traubeneiche ernährt rund 260 Arten, die Salweide über 200, die Schlehe über 120. Wahre Vögelmagneten sind Weißdorn, Eberesche und schwarzer Holunder.
Nichtsdestotrotz ist eine „je-bunter-je-besser-Mischung“ im Garten optimal. Je mehr verschiedene, heimische und insektenfreundliche Sträucher, Kräuter und Blumen und auch Strukturen im Garten bieten Lebensraum für eine vielfältige Tierwelt. Für jede Nische und jeden Standort gibt es Pflanzen, die der heimischen Artenvielfalt helfen.