Manchmal fragen wir uns, wie unsere Gesellschaft, unser Wirtschaftssystem und unser Leben in 20 Jahren aussehen könnte. Als nachhaltige, resiliente und lebenswerte Utopie oder doch als Dystopie? Unsere Bemühungen, die Zukunft nachhaltig zu gestalten, scheinen nicht auszureichen. Die aktuellen Veränderungen überfordern uns, doch gibt es noch so viel mehr zu tun. Könnten wir über Transformation gezielt Schritt für Schritt in die Zukunft gehen, anstatt durch ständige Ad-hoc-Veränderungen immer nur den Notwendigkeiten hinterherzulaufen? Dazu braucht es jedoch ein Verständnis, was Transformation von Veränderung unterscheidet und wie man sie nutzen kann. Außerdem benötigen wir eine gemeinsame Vorstellung von der Zukunft und eine Wertebasis. Am Beispiel der Gemeinwohl-Ökonomie führt der Abend entlang eines grundlegenden Wertemodells zu verschiedenen Handlungsfeldern in Wirtschaft, Kommunen und im privaten Leben. Diskutieren Sie mit, wie sich einzelne Gesellschaftsbereiche transformieren könnten, damit alle Menschen wieder die Perspektive auf eine l(i)ebenswerte Existenz haben.
Die Agendagruppe Konsummuster, Lebensstil, Gesundheit und Energie lädt dazu ein,
am 7. Mai 2025 um 19.30 Uhr im Ebersberger Rathaus, Sitzungssaal
mit Michael Hahn von der GWÖ und anderen Interessierten bei dieser kostenfreien Veranstaltung zu diskutieren.
In der dunklen und kargen Jahreszeit träumen Gartenliebhaber vom blühenden Garten oder Balkon. Jetzt ist die richtige Zeit, um neue Pläne zu schmieden. Welcher Teil im Garten soll umgestaltet werden und was soll damit erreicht werden? Wie wäre es mal damit, Tiere zu pflanzen? Geht nicht – geht doch! Viele Vögel und Insekten sind Generalisten und finden bei vielen Pflanzen Nahrung. Es gibt aber auch viele Spezialisten im Tierreich, die besondere Anforderungen stellen und sich über einen naturnahen Garten und besondere, heimische Arten freuen.
Zitronenfalter sind meist die ersten Schmetterlinge im Frühjahr, gut zu erkennen und gerne gesehen. Wer ihn im Garten sehen möchte, sollte nicht nur für reichlich ungefüllte Blüten sorgen, sondern kann mit einem Faulbaum und Ilex dafür sorgen. An Faulbaum und Kreuzdorn werden die Eier abgelegt, im Ilex und im liegen gebliebenen Laub überwintert der fertige Falter.
Der grün-metallisch schimmernde Rosenkäfer liebt Wildrosen. Dazu braucht er Totholz und Komposthaufen, in dem sich über Jahre seine Larven entwickeln. Von Wildrosen profitieren darüber hinaus über 100 weiter Insektenarten.
Schmetterlinge lieben Traubenkopf-Leimkraut und die schwarz-blaue Holzbienen Muskatellersalbei und Blauregen. Der Stieglitz Samenstände wie die Wilde Karde. Manche Spezialisten brauchen eine spezielle Pflanze, wie beispielsweise die Zaunrüben-Sandbiene die inzwischen seltene Zaunrübe.
Wenn man Pflanzen nach jeweils abhängigen Tierarten sortiert, gibt es bestimmte Superpflanzen: Die Stiel- und Traubeneiche ernährt rund 260 Arten, die Salweide über 200, die Schlehe über 120. Wahre Vögelmagneten sind Weißdorn, Eberesche und schwarzer Holunder.
Nichtsdestotrotz ist eine „je-bunter-je-besser-Mischung“ im Garten optimal. Je mehr verschiedene, heimische und insektenfreundliche Sträucher, Kräuter und Blumen und auch Strukturen im Garten bieten Lebensraum für eine vielfältige Tierwelt. Für jede Nische und jeden Standort gibt es Pflanzen, die der heimischen Artenvielfalt helfen.
Kommt zu unserer -> Führung am Donnerstag, 9.10.2025, ab 17 Uhr.
Friedhöfe sind Orte der Ruhe. Hier finden Besucher die notwendige Stille zur Besinnung und für die Trauer um Verstorbene. Gleichzeitig bieten Friedhöfe bei entsprechender naturnaher Gestaltung wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. In Städten und Dörfern können die Freiflächen vor allem in Verbindung mit alten Baumbeständen und Gebäuden wichtige Rückzugsräume für viele Insekten, Käfer, Vögel, Eidechsen und Kleinsäger wie Igel sein. Damit leisten Friedhöfe einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Die Besonderheit von Friedhöfen ist ihre große Strukturvielfalt: Es finden sich halboffene Flächen, alter Baumbestand, Hecken und sandig-kiesige Flächen. Alte Grabmauern und historische Gebäude sind Ersatzbiotope für Felslandschaften. Dadurch gibt es viele ökologische Nischen und somit finden zahlreiche Pflanzen und Tiere das, was sie zum Leben brauchen.
Ganz bewusst werten wir die vorhandenen Lebensräume auf dem Alten Ebersberger Friedhof noch auf. Der Friedhofsgärtner lässt einige Wildpflanzen an mageren Flächen stehen, um Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung zu bieten. Darüber hinaus werden auf den Friedhöfen (und dem ganzen Stadtgebiet) keine Pestizide eingesetzt.
Aktionen der Agendagruppe Natur für mehr Artenvielfalt
Initiiert von der Agendagruppe Natur haben die wir zusammen mit Freiwilligen rund um den Friedhof über 4.000 heimische Blumenzwiebeln gesetzt, um Insekten früh im Jahr Nahrung zu bieten.
Im Frühjahr haben wir Sammelkörbe aufgestellt und verblühte Blumenzwiebeln eingesammelt. Blumenzwiebeln sind mehrjährig und keine Einwegware. Es wurden rund 800 Zwiebeln von Narzissen, Traubenhyazinthen und Tulpen gesammelt und am Platz der Ehrenamtlichen am Einkaufszentrum wieder eingepflanzt.
Drei städtische Gräber wurden mit heimischen Pflanzen als Mustergräber neu und nachhaltig gestaltet. Das bringt der Natur etwas und auch denen, die sich um die Gräber kümmern. Mehrjährige heimische Stauden brauchen etwas, um sich zu etablieren und bieten Jahr für Jahr andere Aspekte. Ergänzend sind einjährige Wildblumen für kurzfristige Aspekte angesät. Bei bewusster Auswahl sind die Pflanzen robuster gegenüber Schädlingen und Trockenheit, so dass sie weniger Pflege benötigen und folglich weniger Pflanzen nachgekauft werden müssen. Es ist also meistens auch günstiger.
Was können Sie tun, um die Natur auf Ihrem Friedhof zu unterstützen?
Heimische, standortgerechte Pflanzen verwenden – lassen Sie sich gerne bei den Mustergräbern oder in der Stadtbücherei bei der Saatgutbibliothek inspirieren,
Torffreies Substrat verwenden,
Auf chemische Reinigungsmittel für Grabsteine verzichten,
auf Dünger und Pestizide verzichten,
Kompostierbare Materialien verwenden,
Versiegelte Flächen minimieren, d.h. keine Vliese oder Folien auf Gräbern und keine Abdeckplatten oder Kiesmulch verwenden.
Mehr Infos rund um naturnahe Friedhöfe gibt es hier:
Im Juli veranstaltete der Verein Gemeinsam. Zukunft. Machen. e.V. (GZM) auf Einladung unserer Agendagruppe ein Café Zukunft. Jetzt soll es als Fortsetzung zur erfolgreichen Veranstaltung nochmals um Wohnformen der Zukunft gehen. Im letzten Vortrag wurden neben Wohnen in der Jurte und im Tiny House auch das „Haus Salwe“ vorgestellt, eine Wohngemeinschaft für Senioren in Ebersberg. Diesmal wird es um Mehrgenerationenwohnformen, „Wohnungstausch“ und um das „ganze Dorf in einer Wohnanlage“ Servus Maria in Gersthofen gehen, das Herr Niederhofer präsentieren wird. Servus Maria ist mehr als ein Mehrgenerationenhaus. Es ist eine kuratierte Gemeinschaft. Familien, Senioren, Kinder, Kranke, Menschen mit Behinderung, Reisende und ein Hospiz. Co-Working für HeilpraktikerInnen, Lastenfahrrad-Sharing, Gemeinschaftsflächen und intelligente Räume für gemeinschaftliche Nutzung. Zeitgemäßer Wohnraum für eine Gesellschaft im Wandel.
Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zum konstruktivem Austausch. Vielleicht finden sich ja „Tauschwillige“, die ihr großes Haus im Alter mit einer kleineren Wohnung einer jungen Familie tauschen möchten? Oder Menschen, die gemeinsam ein Wohnprojekt umsetzen wollen? Ideen gibt es viele, lasst sie uns umsetzen!
Jede/r ist herzlich eingeladen, einfach nur zuzuhören, sich zu informieren oder eben mitzureden, schließlich ist eines der Ziele von GZM, die aktive Bürgerbeteiligung in Ebersberg zu fördern.
Grüne Fassaden sind nicht nur ein Hingucker, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung. Sie kühlen Gebäude im Sommer, bieten zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen und schaffen Lebensraum für zahlreiche Tiere. Doch welche Art der Begrünung passt zu welchem Haus, und welche Pflanzen eignen sich dafür?
1. Bodengebundene Fassadenbegrünung: Natur pur vom Boden aus
Bei der bodengebundenen Begrünung wachsen die Pflanzen direkt aus dem Boden vor der Hauswand – ganz ohne aufwendige Bewässerungssysteme. Hier gibt es zwei Haupttypen:
Selbstklimmer Diese Pflanzen, wie der Efeu, klettern ganz ohne Rankhilfen. Ihre Kletterwurzeln oder Haftscheiben haften direkt an der Fassade, wodurch sie das Gebäude vollständig bedecken können. Ein intakter Fassadenputz ist hier jedoch wichtig, denn nur dann schützt die grüne Wand zusätzlich vor Hitze, Regen und Hagel.
Gerüstkletterpflanzen Diese Pflanzen brauchen eine Rankhilfe, um in die Höhe zu wachsen. Ein Beispiel ist der Blauregen, der sich elegant um alles windet, was ihm Halt gibt. Allerdings sollte man hier vorsichtig sein, da die kräftigen Ranken sogar Regenrinnen beschädigen können. Weniger problematisch sind Rankpflanzen wie Weinreben, die sich mit kleinen Ranken festhalten. Spreizklimmer wie Kletterrosen und Feuerdorn wiederum nutzen ihre starren Triebe, um Halt zu finden, und benötigen ebenfalls eine Rankhilfe.
2. Indirekte Fassadenbegrünung: Flexibel und vielseitig
Diese Form der Begrünung eignet sich für nahezu jedes Haus. Die Pflanzen wachsen in unmittelbarer Nähe zur Fassade, ohne direkt an ihr zu haften. Hier einige Beispiele:
Spalierobst Obstsorten wie Äpfel oder Birnen lassen sich wunderbar an Spalieren nahe der Hauswand kultivieren. Im Frühjahr bieten ihre Blüten Nahrung für Bienen und andere Insekten, während die Früchte im Herbst geerntet werden können. Die Wärme, die die Fassade abstrahlt, kommt den Pflanzen zugute.
Hängende Pflanzen Pflanzen wie der Winterjasmin können von oben herabhängend die Fassade verschönern und so für ein grünes Gesamtbild sorgen.
Vor der Fassade gepflanzte Gehölze Stauden und Bäume, die in Hausnähe gepflanzt werden, bieten nicht nur Schatten, sondern schützen das Gebäude auch vor direkter Sonneneinstrahlung. Dabei sollte man allerdings auf ausreichend Abstand zur Fassade achten, damit die Wurzeln keine Schäden verursachen.
Fazit: Kleine Projekte selbst angehen, Großes den Profis überlassen – aber mehr Grün ist immer ein Gewinn!
Ob Kletterrosen oder Clematis – kleinere Begrünungsprojekte, etwa auf dem Balkon, lassen sich problemlos ohne professionelle Hilfe umsetzen. Bei großflächigen Fassadenbegrünungen, beispielsweise mit Blauregen oder Wein, empfiehlt es sich jedoch, Fachleute zu Rate zu ziehen. Sie helfen bei der richtigen Pflanzenauswahl, dem Aufbau von Klettersystemen und geben wertvolle Pflegetipps. In Summe gewinn Ihr Haus an Charme und die Natur Lebensraum.
Heimische Wildkräuter sind als gesunde Delikatesse wieder entdeckt und vielseitig verwendbar: Als Salat, gegartes Gemüse, Pesto, Quark, im Smoothie, als Gewürz oder Tee. Gesunder Bonus: Essbare Wildkräuter sind unserem Kulturgemüse in Hinblick auf Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe meist deutlich überlegen.
Aber Vorsicht: Nicht jedes Wildkraut ist essbar! Sammeln Sie nur Kräuter, die Sie sicher kennen, um Verwechslungen mit Giftpflanzen zu vermeiden.
Wildkräuter können – in kleinen Mengen – auch in der freien Natur gesammelt werden. Sammeln Sie nur abseits befahrener Straßen, außerhalb von Naturschutzgebieten und intensiv bewirtschafteten Feldern und meidet Hunde-Gassi-Strecken. Vor dem Verwenden werden die Kräuter vorsichtig mit kaltem Wasser abgespült. Pflücken Sie nur immer so viel, wie auch verarbeitet werden.
Folgende Kräuter sind für einen Einstieg in das Thema gut geeignet:
Brennnesseln: Am besten mit Handschuhen pflücke und waschen. Frisch als Salat, gegart als Gemüse oder getrocknet als Tee. Enthält viel Vitamin C, Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium und Eiweiß.
Löwenzahn: Junge, frische Blätter als Salat, Spinat oder Gewürz. Blüten sind süß und nur bei Sonne geöffnet. Enthält viel Vitamin C und Eisen.
Giersch: Schmeckt wie eine Mischung aus Sellerie und Petersilie. Sparsam in Salat oder als Gewürz verwenden.
Spitzwegerich: Junge Blätter als Salat, im Quark oder zu Rührei. Blütenknospen schmecken nach Champignon. Die Blätter helfen zerrieben auch bei Insektenstichen.
Rot-Klee: Die Blüten schmecken süß und können in Teig eingeknetet werden oder als essbare Deko auf Salat und Süßspeisen verwendet werden.
Mädesüß und Holunder: Süß schmeckende Blütendolden aromatisieren Tees, Desserts und Getränke.
Erleben Sie die Vielfalt und gesundheitlichen Vorteile der heimischen Wildkräuter!
In den letzten Jahrzehnten hat sich die durchschnittliche Wohnfläche pro Person erheblich vergrößert – von 25 Quadratmetern im Jahr 1970 auf über 47 Quadratmeter heute. Dieser Anstieg führt zu einem höheren Energie- und Ressourcenverbrauch, etwa durch Beleuchtung, Heizung und Möblierung, sowie zu mehr Flächenversiegelung. Besonders der Anstieg der Singlehaushalte und das Verbleiben älterer Menschen in großen Wohnungen nach dem Auszug der Kinder tragen zu diesem Trend bei. Gleichzeitig fehlt es jedoch an geeignetem Wohnraum: Viele Wohnungen sind überbelegt und nicht ausreichend für die Größe der Familien. Wie können wir dem entgegenwirken?
Der Verein Gemeinsam. Zukunft.Machen. e.V. (GZM) stellt verschiedene innovative Wohnformen vor, die zukunftsfähige Lösungen bieten können. In einem offenen Austausch und einer lebhaften Diskussion möchten wir gemeinsam neue Ideen und Ansätze erkunden.
Mittwoch, 03.07.2024, um 19 Uhr Sitzungssaal des Rathauses
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen spannenden Abend mit vielen interessanten Gesprächen und neuen Perspektiven!