Exkursion zum Windrad Fürmoosen

Exkursion zum Windrad

Das zweite Windrad im Landkreis Ebersberg dreht sich! Das möchte sich die Agendagruppe direkt aus der Nähe anschauen und macht deshalb eine Exkursion nach Fürmoosen. Am Windrad dürfen wir einen Blick ins Innere werfen und Hans Zäuner erzählt uns Wissenswertes über den Bau.

Für die gemeinsame Anfahrt mit dem Fahrrad treffen wir uns am Mittwoch, 2. April 2025 um 17 Uhr am Bahnhof in Ebersberg bzw. um 17.30 Uhr direkt am Windrad.

Eine Anmeldung für diese kostenfreie Veranstaltung ist zwingend erforderlich unter veranstaltung@agenda21-ebersberg.de

Tiny Forest – mehr als ein Mini-Wald!

Immer mehr Mini-Wälder entstehen in Deutschland: Ein Tiny Forest ist ein kleines, dicht bepflanztes Waldstück, das auf einer Fläche von etwa der Größe eines Tennisplatzes angelegt wird.

Diese Mini-Wälder basieren auf der Miyawaki-Methode, die eine schnelle und dichte Aufforstung fördert, indem heimische Baumarten gepflanzt werden. Tiny Forests tragen zur Klimaanpassung bei, indem sie CO₂ binden, die Luftqualität verbessern und Hitzeinseln in Städten reduzieren.

Zudem fördern sie die Artenvielfalt, da sie Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere schaffen. Sie stärken das lokale Ökosystem, verbessern das Mikroklima und tragen zur Umweltbildung bei, indem sie Menschen in städtischen Gebieten die Natur näherbringen.

Das Konzept ist ein vielversprechenden Lösungsansatz um schnell kleine Wald-Ökosysteme zu etablieren. Für diese Methode kommen vor allem Flächen von geringem ökologischen Wert innerhalb von Städten in Betracht, die durch eine entsprechende Regeneration des Bodens und eine dichte Bepflanzung innerhalb kurzer Zeit in autarke Ökosysteme umgewandelt werden. Schon nach 2 Jahren sind die Pflanzen so wie ein ausgewachsener Mensch (siehe Bild).

Wo könne so ein Tiny Forest in Ebersberg entstehen? Ideen gerne an natur@agenda21-ebersberg.de.

Weitere Infos zum Thema und Beispiele unter https://www.miya-forest.de/

Die Bilder zeigen:
Auf der linken Seite einen Tiny Forest in Herfort nach der Pflanzung und zwei Jahre später.
Auf der rechten Seite oben Berlin Spittelmarkt und unten Griesheim – jeweils ca. 2 Jahre nach der Pflanzung.
Bildquelle: MIYA forest e.V.

Vortrag und Diskussion: Veränderung oder Transformation: Wie gestalten wir Zukunft?

Manchmal fragen wir uns, wie unsere Gesellschaft, unser Wirtschaftssystem und unser Leben in 20 Jahren aussehen könnte. Als nachhaltige, resiliente und lebenswerte Utopie oder doch als Dystopie?
Unsere Bemühungen, die Zukunft nachhaltig zu gestalten, scheinen nicht auszureichen. Die aktuellen Veränderungen überfordern uns, doch gibt es noch so viel mehr zu tun.
Könnten wir über Transformation gezielt Schritt für Schritt in die Zukunft gehen, anstatt durch ständige Ad-hoc-Veränderungen immer nur den Notwendigkeiten hinterherzulaufen? 
Dazu braucht es jedoch ein Verständnis, was Transformation von Veränderung unterscheidet und wie man sie nutzen kann. Außerdem benötigen wir eine gemeinsame Vorstellung von der Zukunft und eine Wertebasis.
Am Beispiel der Gemeinwohl-Ökonomie führt der Abend entlang eines grundlegenden Wertemodells zu verschiedenen Handlungsfeldern in Wirtschaft, Kommunen und im privaten Leben. Diskutieren Sie mit, wie sich einzelne Gesellschaftsbereiche transformieren könnten, damit alle Menschen wieder die Perspektive auf eine l(i)ebenswerte Existenz haben.

Die Agendagruppe Konsummuster, Lebensstil, Gesundheit und Energie lädt dazu ein,

am 7. Mai 2025 um 19.30 Uhr im Ebersberger Rathaus, Sitzungssaal

mit Michael Hahn von der GWÖ und anderen Interessierten bei dieser kostenfreien Veranstaltung zu diskutieren.

Tiere pflanzen – geht das?

In der dunklen und  kargen Jahreszeit träumen Gartenliebhaber vom blühenden Garten oder Balkon. Jetzt ist die richtige Zeit, um neue Pläne zu schmieden. Welcher Teil im Garten soll umgestaltet werden und was soll damit erreicht werden? Wie wäre es mal damit, Tiere zu pflanzen? Geht nicht – geht doch! Viele Vögel und Insekten sind Generalisten und finden bei vielen Pflanzen Nahrung. Es gibt aber auch viele Spezialisten im Tierreich, die besondere Anforderungen stellen und sich über einen naturnahen Garten und besondere, heimische Arten freuen.

  • Zitronenfalter sind meist die ersten Schmetterlinge im Frühjahr, gut zu erkennen und gerne gesehen. Wer ihn im Garten sehen möchte, sollte nicht nur für reichlich ungefüllte Blüten sorgen, sondern kann mit einem Faulbaum und Ilex dafür sorgen. An Faulbaum und Kreuzdorn werden die Eier abgelegt, im Ilex und im liegen gebliebenen Laub überwintert der fertige Falter.
  • Der grün-metallisch schimmernde Rosenkäfer liebt Wildrosen. Dazu braucht er Totholz und Komposthaufen, in dem sich über Jahre seine Larven entwickeln. Von Wildrosen profitieren darüber hinaus über 100 weiter Insektenarten.
  • Schmetterlinge lieben Traubenkopf-Leimkraut und die schwarz-blaue Holzbienen Muskatellersalbei und Blauregen. Der Stieglitz Samenstände wie die Wilde Karde. Manche Spezialisten brauchen eine spezielle Pflanze, wie beispielsweise die Zaunrüben-Sandbiene die inzwischen seltene Zaunrübe.
  • Wenn man Pflanzen nach jeweils abhängigen Tierarten sortiert, gibt es bestimmte Superpflanzen: Die Stiel- und Traubeneiche ernährt rund 260 Arten, die Salweide über 200, die Schlehe über 120. Wahre Vögelmagneten sind Weißdorn, Eberesche und schwarzer Holunder.

Nichtsdestotrotz ist eine „je-bunter-je-besser-Mischung“ im Garten optimal. Je mehr  verschiedene, heimische und insektenfreundliche Sträucher, Kräuter und Blumen und auch Strukturen im Garten bieten Lebensraum für eine vielfältige Tierwelt. Für jede Nische und jeden Standort gibt es Pflanzen, die der heimischen Artenvielfalt helfen.

Wer einen Garten neu oder umplant das berücksichtigen und gezielt bestimmte Arten in den Garten locken. Mehr dazu erfahren unter https://www.tausende-gaerten.de/so-gehts/tiere-pflanzen/

Ebersberger Klima-Bündnis

Das Ebersberger Klima-Bündnis trifft sich zu seinem nächsten Vernetzungstreffen:

Am 31. März 2025 um 19 Uhr im Ebersberger Rathaus, Sitzungssaal.

Wer als Ebersberger Verein oder Initiative Interesse hat neu dazuzukommen, meldet sich bitte vorab hier.

Was das Klima-Bündnis ist, kann hier nachgelesen werden.

Naturnahe Friedhöfe

Oasen in der Stadt – auch für Wildtiere

Friedhöfe sind Orte der Ruhe. Hier finden Besucher die notwendige Stille zur Besinnung und für die Trauer um Verstorbene. Gleichzeitig bieten Friedhöfe bei entsprechender naturnaher Gestaltung wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. In Städten und Dörfern können die Freiflächen vor allem in Verbindung mit alten Baumbeständen und Gebäuden wichtige Rückzugsräume für viele Insekten, Käfer, Vögel, Eidechsen und Kleinsäger wie Igel sein. Damit leisten Friedhöfe einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Die Besonderheit von Friedhöfen ist ihre große Strukturvielfalt: Es finden sich halboffene Flächen, alter Baumbestand, Hecken, sandig-kiesige Flächen. Alte Grabmauern und historische Gebäude sind Ersatzbiotope für Felslandschaften. Dadurch gibt es viele ökologische Nischen und somit finden zahlreiche Pflanzen und Tiere das, was sie zum Leben brauchen.

Ganz bewusst werden die Lebensräume auf dem Alten Ebersberger Friedhof noch aufgewertet. Der Friedhofsgärtner lässt einige Wildpflanzen an mageren Flächen stehen, um Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung zu bieten. Es werden auf den Friedhöfen (und dem ganzen Stadtgebiet) keine Pestizide eingesetzt.

Aktionen der Agendagruppe Natur für mehr Artenvielfalt

  • Initiiert von der Agendagruppe Natur wurden zusammen mit Freiwilligen rund um den Friedhof über 4.000 heimische Blumenzwiebeln gesetzt, um Insekten früh im Jahr Nahrung zu bieten.
  • Im Frühjahr wurden Körbe aufgestellt und verblühte Blumenzwiebeln eingesammelt. Blumenzwiebeln sind mehrjährig und keine Einwegware. Es wurden rund 800 Zwiebeln von Narzissen, Traubenhyazinthen und Tulpen gesammelt und am Platz der Ehrenamtlichen am Einkaufszentrum wieder eingepflanzt.
  • Drei städtische Gräber wurden mit heimischen Pflanzen als Mustergräber neu und nachhaltig gestaltet. Das bringt der Natur etwas und auch denen, die sich um die Gräber kümmern. Mehrjährige heimische Stauden brauchen etwas, um sich  zu etablieren und bieten Jahr für Jahr andere Aspekte. Ergänzend werden einjährige Wildblumen für kurzfristige Aspekte angesät. Es muss folglich weniger nachgekauft werden. Bei bewusster Auswahl sind die Pflanzen robuster gegenüber Schädlingen und Trockenheit, so dass sie weniger Pflege benötigen.

Was können Sie tun, um die Natur auf Ihrem Friedhof zu unterstützen?

  • Heimische, standortgerechte Pflanzen verwenden – lassen Sie sich gerne bei den Mustergräbern oder in der Stadtbücherei bei der Saatgutbibliothek inspirieren,
  • Torffreies Substrat verwenden,
  • Auf chemische Reinigungsmittel für Grabsteine verzichten,
  • auf Dünger und Pestizide verzichten,
  • Kompostierbare Materialien verwenden,
  • Versiegelte Flächen minimieren, d.h. keine Vliese oder Folien auf Gräbern und keine Abdeckplatten oder Kiesmulch.

Mehr Infos rund um naturnahe Friedhöfe gibt es hier:

Auf der Webseite: https://www.anl.bayern.de/fachinformationen/biodiversitaet/biodiv_friedhoefe.htm   

oder in der Broschüre hier: https://www.bestellen.bayern.de/application/eshop_app000002?SID=1019911954&ACTIONxSESSxSHOWPIC(BILDxKEY:%27anl_nat_0046%27,BILDxCLASS:%27Artikel%27,BILDxTYPE:%27PDF%27)

Veranstaltung: Zukunft des Wohnens in Ebersberg – Fortsetzung

Verschiedene Häuser

Im Juli veranstaltete der Verein Gemeinsam. Zukunft. Machen. e.V. (GZM) auf Einladung unserer Agendagruppe ein Café Zukunft. Jetzt soll es als Fortsetzung zur erfolgreichen Veranstaltung nochmals um Wohnformen der Zukunft gehen. Im letzten Vortrag wurden neben Wohnen in der Jurte und im Tiny House auch das „Haus Salwe“ vorgestellt, eine Wohngemeinschaft für Senioren in Ebersberg. Diesmal wird es um Mehrgenerationenwohnformen, „Wohnungstausch“ und um das „ganze Dorf in einer Wohnanlage“ Servus Maria in Gersthofen gehen, das Herr Niederhofer
präsentieren wird. Servus Maria ist mehr als ein Mehrgenerationenhaus. Es ist eine kuratierte Gemeinschaft. Familien, Senioren, Kinder, Kranke, Menschen mit Behinderung, Reisende und ein Hospiz. Co-Working für HeilpraktikerInnen, Lastenfahrrad-Sharing, Gemeinschaftsflächen und intelligente Räume für gemeinschaftliche Nutzung. Zeitgemäßer Wohnraum für eine Gesellschaft im Wandel.

Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zum konstruktivem Austausch. Vielleicht finden sich ja „Tauschwillige“, die ihr großes Haus im Alter mit einer kleineren Wohnung einer jungen Familie tauschen möchten? Oder Menschen, die gemeinsam ein Wohnprojekt umsetzen wollen? Ideen gibt es viele, lasst sie uns umsetzen!

Jede/r ist herzlich eingeladen, einfach nur zuzuhören, sich zu informieren oder eben mitzureden, schließlich ist eines der Ziele von GZM, die aktive Bürgerbeteiligung in Ebersberg zu fördern.

Weitere Infos zur Veranstaltung und den ReferentInnen finden Sie auf der Webseite
https://www.gemeinsamzukunftmachen.de/events.

Die kostenfreie Veranstaltung findet am Mittwoch, 16.10.2024, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Ebersberger Rathauses statt.

Grüne Fassaden: So wird die Stadt zur grünen Oase

Grüne Fassaden sind nicht nur ein Hingucker, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung. Sie kühlen Gebäude im Sommer, bieten zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen und schaffen Lebensraum für zahlreiche Tiere. Doch welche Art der Begrünung passt zu welchem Haus, und welche Pflanzen eignen sich dafür?

1. Bodengebundene Fassadenbegrünung: Natur pur vom Boden aus

Bei der bodengebundenen Begrünung wachsen die Pflanzen direkt aus dem Boden vor der Hauswand – ganz ohne aufwendige Bewässerungssysteme. Hier gibt es zwei Haupttypen:

Selbstklimmer
Diese Pflanzen, wie der Efeu, klettern ganz ohne Rankhilfen. Ihre Kletterwurzeln oder Haftscheiben haften direkt an der Fassade, wodurch sie das Gebäude vollständig bedecken können. Ein intakter Fassadenputz ist hier jedoch wichtig, denn nur dann schützt die grüne Wand zusätzlich vor Hitze, Regen und Hagel.

Gerüstkletterpflanzen
Diese Pflanzen brauchen eine Rankhilfe, um in die Höhe zu wachsen. Ein Beispiel ist der Blauregen, der sich elegant um alles windet, was ihm Halt gibt. Allerdings sollte man hier vorsichtig sein, da die kräftigen Ranken sogar Regenrinnen beschädigen können. Weniger problematisch sind Rankpflanzen wie Weinreben, die sich mit kleinen Ranken festhalten. Spreizklimmer wie Kletterrosen und Feuerdorn wiederum nutzen ihre starren Triebe, um Halt zu finden, und benötigen ebenfalls eine Rankhilfe.

2. Indirekte Fassadenbegrünung: Flexibel und vielseitig

Diese Form der Begrünung eignet sich für nahezu jedes Haus. Die Pflanzen wachsen in unmittelbarer Nähe zur Fassade, ohne direkt an ihr zu haften. Hier einige Beispiele:

Spalierobst
Obstsorten wie Äpfel oder Birnen lassen sich wunderbar an Spalieren nahe der Hauswand kultivieren. Im Frühjahr bieten ihre Blüten Nahrung für Bienen und andere Insekten, während die Früchte im Herbst geerntet werden können. Die Wärme, die die Fassade abstrahlt, kommt den Pflanzen zugute.

Hängende Pflanzen
Pflanzen wie der Winterjasmin können von oben herabhängend die Fassade verschönern und so für ein grünes Gesamtbild sorgen.

Vor der Fassade gepflanzte Gehölze
Stauden und Bäume, die in Hausnähe gepflanzt werden, bieten nicht nur Schatten, sondern schützen das Gebäude auch vor direkter Sonneneinstrahlung. Dabei sollte man allerdings auf ausreichend Abstand zur Fassade achten, damit die Wurzeln keine Schäden verursachen.

Fazit: Kleine Projekte selbst angehen, Großes den Profis überlassen – aber mehr Grün ist immer ein Gewinn!

Ob Kletterrosen oder Clematis – kleinere Begrünungsprojekte, etwa auf dem Balkon, lassen sich problemlos ohne professionelle Hilfe umsetzen. Bei großflächigen Fassadenbegrünungen, beispielsweise mit Blauregen oder Wein, empfiehlt es sich jedoch, Fachleute zu Rate zu ziehen. Sie helfen bei der richtigen Pflanzenauswahl, dem Aufbau von Klettersystemen und geben wertvolle Pflegetipps. In Summe gewinn Ihr Haus an Charme und die Natur Lebensraum.

das Bild zeigt eine Hauswand mit Holzfenster und einer hölzerner Haustür. Die Wand selbst ist komplett mit wildem Wein begrünt. Vor der Wand steht ein gelbes Fahrrad.