Mehr Lebensräume & Biodiversität auf dem Balkon

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Mit den steigenden Temperaturen werden auch die Balkonkästen und Blumentöpfe neu bestückt. Geranien, Petunien und Begonien sollen ein buntes Blütenmeer vor dem Fenster zaubern. Das erfreut den Menschen, für nektarsuchende Insekten sind diese Pflanzen aber komplett wertlos.

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Mit ein paar Maßnahmen können Balkonkästen und Blumentöpfe aber hochwertigen Lebensraum für Insekten bieten und einen positiven Beitrag zu Artenvielfalt und Biodiversität leisten. Bei mehr als 4.000 einheimischen Pflanzenarten ist bestimmt für jeden etwas Passendes dabei.

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Ein blauer Balkonkasten mit Erde und Keimlingen von Wildpflanzen, Blick ins Grüne dahinter
Schnelle Erfolge und mehr Artenvielfalt erzielen Sie mit den richtigen Wildpflanzen am richtigen Standort.
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Einfaches Pflanzsubstrat

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Als Pflanzsubstrat ist dabei herkömmliche Blumenerde nicht geeignet. Die heimischen Sorten sind in der Regel mit deutlich weniger gedüngter Erde zufrieden. Bewährt haben sich Mischungen aus sandigem Lehm, (Spiel-)Sand und samenfreien Kompost mit Ziegelbruch, oder Blähton. Praktischer in der Handhabung sind fertige gemischte „intensive Dachgartensubstrate“.

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Heimische Pflanzenvielfalt nutzen

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Besonders geeignete Arten sind gute Pollen- und Nektarspender-Pflanzen bspw.: Polster-Glockenblume, gewöhnlicher Natternkopf, Karthäuser-Nelke, Johannis-Kraut, Ehrenpreis, Flockenblume, verschiedene Malven, Färberkamille, Hornklee, Heilziest, deutscher Alant.

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Wer mag stellt eine heimische Iris und Blutweiderich in einen Wassertopf und erfreut sich an einem kleinen Mini-Wassertümpel. Kräuter, wie Schnittlauch, Lavendel, Thymian, Basilikum, Kerbel, Salbei usw., die auch blühen dürfen, erfreuen den Menschen mit Optik, Geruch und Geschmack und auch Insekten laben sich an den Blüten.

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Die heimische Artenvielfalt bietet hier für jeden Geschmack etwas: für schattige Nordbalkone ebenso wie für den heißen Südseite. Je mehr verschiedene Arten Sie verwenden, desto zahlreicher werden sich Insekten und Vögel einstellen.

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Ein so angepflanzter artenreicher Mini-Garten hilft vor allem Wildbienen und anderen nektarsuchenden Insekten wie Schmetterlingen und Nachfaltern. Das ermöglicht die Beobachtung von Insekten auf kleinsten Raum, direkt von zu Hause aus.

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Genießen statt schwitzen

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Darüber hinaus hat er ganz praktische Vorteile für den Menschen: Die Pflanzen sind in der Regel äußerst robust, pflegeleicht und winterfest. So muss nicht jährlich neu bepflanzt werden. Diese Pflanzen brauchen auch deutlich weniger Gießwasser und gedüngt werden muss frühestens im zweiten oder dritten Jahr ein bisschen. Probieren Sie es aus und pflanzen Sie so, dass Menschen und auch die Natur davon profitieren.

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Weitere Informationen und Anregungen auch unter www.wildermeter.de oder www.naturgartenfreunde.de.

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Oder auf unserem Padlet: https://padlet.com/AgendaNaturEbersberg/q24smiz9wasa7hy4

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Earth Hour 2022

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Am Samstag, den 26. März 2022 um 20.30 Uhr, schalten Menschen, Städte und Unternehmen auf der ganzen Welt für 60 Minuten das Licht aus. Eine Abstimmung per Lichtschalter für den Erhalt unseres lebendigen Planeten. Das ist die Earth Hour. Und Ebersberg ist dabei.

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Gemeinsam mit den Agenda 21 Gruppen der Stadt und mit dem WWF Deutschland wollen auch wir ein starkes Zeichen für mehr Klimaschutz und die Zukunft unseres Planeten setzen. Für 60 Minuten schalten wir daher die Lichter an diesen Gebäuden aus: Rathaus, Kirchturm St. Sebastian und Aussichtsturm.

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Die Agenda 21 Konsummuster, Lebensstil, Gesundheit und Energie informiert ab 14 Uhr am Platz der Ehrenamtlichen in Ebersberg über die abends stattfindende Earth Hour und gibt Ideen für einen gelungenen Familienabend ohne Licht.

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Weitere Infos zur Earth Hour, der weltweit größten Aktion für Klima- und Umweltschutz, gibt es unter: www.wwf.de/earth-hour.

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27. April 2022 – Vortrag Wärmewende

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Weg vom Gas und Öl – So geht die Heizungsmodernisierung

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Mehr als die Hälfte der Eberberger Bürger*innen haben eine Gasheizung und würden gerne Geld und Emissionen sparen. Der einfachste Tipp: Die Zimmertemperatur 1 Grad runter – das spart 6 Prozent Energie. Wenn aber eine technische Lösung her muss, dann braucht es gute Informationen für so eine langfristige Entscheidung.

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Die lokale Agendagruppe Konsummuster, Gesundheit, Lebensstil und Energie der Stadt Ebersberg lädt zu einem Vortrag und Gesprächsaustausch ein, am Mittwoch, 27. April 2022 um 19.30 Uhr, im Sitzungsaal des Rathauses. Referentin ist Larissa Auzinger von C.A.R.M.E.N. e.V. Bayern (www.carmen-ev.de).

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Ab 2026 ist der Einbau von reinen Ölheizungen verboten. Gleichzeitig gibt es beim Austausch bestehender Ölheizungen gegen eine umweltfreundliche Heizungsanlage Zuschüsse von bis zu 55 Prozent von der Bundesregierung. Das ist nur eine Maßnahme, die in den kommenden Jahren den Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern auflösen und die Emissionen des Gebäudebestands deutlich reduzieren soll.

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Doch auf welches zukunftsfähige Heizsystem sollen Hausbesitzer*innen setzen? Wie lassen sich neue Heizungen mit einem evtl. altem Gebäudebestand kombinieren? Mit welchen Maßnahmen kann schnell Energie gespart werden? Welche Alternativen gibt es zu Gas- oder Ölheizungen, die nicht nur das Klima belasten, sondern durch die steigenden Preise auch zunehmend den eigenen Geldbeutel?

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Diese Fragen stehen beim Vortrag im Mittelpunkt. Sie erhalten einen Überblick zu alternativen Heiztechnologien wie der Wärmepumpe oder der Pelletheizung, es werden aber auch hybride Heizsysteme beleuchtet. Denn eine Kombination mit Solarthermie oder einer PV-Anlage mit eigenem Strom vom Dach bringt in vielen Fällen Vorteile mit sich. Darüber hinaus wird aufgezeigt, worauf Sie bei der Planung achten müssen und welche Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden können.

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Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Der Vortrag ist kostenfrei. Eine Platzreservierung ist per E-Mail an Bettina.Friedrichs@agenda21-ebersberg.de möglich.
Bis zum Platz besteht Maskenpflicht.

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(Text: Susanne Schmidberger und Heidi Atzler)

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Einfache Tipps für tierfreundliche Gärten

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Die Gartensaison startet und viele sind eifrig am Werkeln und Pflanzen. Wie wäre es, mit paar einfachen und effektiven Maßnahmen etwas Gutes für die Tierwelt zu tun. Ein paar kleine Veränderungen helfen schon, den eigenen Garten vogel- und insektenfreundlicher zu gestalten.

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Die Belohnung in einem naturnahen Garten sind weniger Arbeit und bunte Gäste. Diese kommen rasch zu Besuch, wenn Sie dort Nahrung, Verstecke und Nistplätze finden. Als Grundregel gilt: Je abwechslungsreicher der Garten gestaltet ist, desto mehr Arten fühlen sich dort wohl. Schon einzelne Maßnahmen helfen, Artenvielfalt und Biodiversität zu fördern:

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Vielfältige und heimische Pflanzen

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Wählen Sie möglichst vielfältige und heimische Pflanzen. Diese sind an die Umgebung angepasst und robust. Damit brauchen sie in der Regel weniger Düngung und müssen weniger gegossen werden. Meist sind sie auch härter im Nehmen gegenüber Schädlingen. Heimische Bäume und Sträucher sind die wichtigste Nahrungsquelle für Vögel. Außerdem nutzen sie diese als Brutplatz und sicheres Versteck. Bei Blühpflanzen sollten sie möglichst welche mit einfachen, ungefüllten Blüten bevorzugen. So finden Insekten Nahrung und Lebensraum.

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Strukturreichtum & Abwechslung

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Sorgen Sie für möglichst viele unterschiedliche Strukturen im Garten: eine bunte, laubwerfende und früchtetragende Hecke, eine Blumenwiese oder ein Kräuterrasen, ein Steinhaufen und eine Sammlung von Totholz, evtl. eine sandige Stelle in sonniger Lage, eine kleine Wasserstelle oder Trockenmauer, ein eigener Kompost oder eine begrünte Wand… Einige dieser Elemente können sicherlich in jedem Garten integriert werden. Je mehr, desto besser und desto mehr Leben wird einziehen.

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Eidechsen brauchen sandige und sonnige Stellen für die Eiablage. Bildquelle: pixabay / David_Seifert
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Kleine Extras

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Kleine Extras wie eine Vogel- und Insektentränken helfen zusätzlich. Auch das Anbringen von Nistkästen ist zu empfehlen. Damit Vögel und Insekten sich dauerhaft niederlassen, brauchen sie genügend Nahrung und Verstecke.

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Verzicht auf Spritzmittel, Kunstdünger & Schneckenkorn

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Ein wichtiger Punkt: Verzichten Sie komplett auf Spritzmittel, Kunstdünger und Schneckenkorn. Selbst als „bienenfreundlich“ gekennzeichnet Mittel können Insekten derart verwirren, dass sie kein Futter mehr finden. Mit Schneckenkorn werden nicht nur die unbeliebten Nacktschnecken getötet, sondern auch nützliche und geschützte Arten wie der Tigerschnegel oder Weinbergschnecken.

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Schauen statt Schwitzen

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Bei der Pflege gilt: Weniger ist Mehr! Lassen Sie das Gras mal etwas länger wachsen, lassen Sie – wenn möglich – Platz für eine freiwachsende Hecke, lassen Sie Fugen und Flächen möglichst unversiegelt und schauen Sie, was sich dort ansiedeln wird.

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Das Wichtigste: Genießen Sie die gewonnene Freizeit und beobachten Sie das Leben, dass ihn den Garten einziehen wird.

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